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Mitteilung vom: Freitag 27. März 2020

Pfade der Achtsamkeit im Allgäu

Im Allgäu finden sowohl jüngere als auch ältere Menschen Möglichkeiten, in einem Urlaub den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Die beruhigende Kraft der Natur ist in dieser Region überall sichtbar – selbst in den Städten, die mit zahlreichen Wellness- und Kurangeboten aufwarten. Einen Aufenthalt im Allgäu zu verbringen bedeutet auch, zu einem gesunden Biorhythmus zurückzukehren und mit der inneren Gesundheit achtsam umzugehen. Nachfolgender Beitrag liefert eine Übersicht zu den schönsten Achtsamkeitsangeboten der Region.

Vom Ferienhaus in unberührter Natur die Reise zum eigenen Ich antreten

Die Allgäuer Region gehört deutschlandweit zu den Vordenkern der Achtsamkeit. Denn die Menschen verbindet ein gemeinsamer Grundgedanke: Das tiefe Bedürfnis, sich auf sich selbst zu besinnen und dem Alltagsstress Lebewohl zu sagen. Hierfür offerieren Anbieter ruhige Ferienwohnungen in den Bergen, die als erholsame Rückzugsräume fungieren. Von dort aus beginnt die persönliche Reise zum klaren, achtsamen Bewusstseinszustand auf entlegenen Pfaden. Bewusste Wanderungen oder spezielle Sportprogramme sind dabei behilflich, die eigene Spiritualität inmitten der Natur kennenzulernen.

  • Einatmen, ausatmen und loslassen: Inmitten der idyllischen Landschaft lässt sich eine Yoga-Einheit unter freiem Himmel erleben. Viele Kraftplätze ermutigen dazu, die belebende Yoga-Praxis mit Blick auf die umliegenden Berge durchzuführen. Insbesondere der bekannte Sonnengruß aktiviert als herausfordernde Haltung den Rücken-, Becken- und Schulterbereich. Indem er Bewegen und Atmen miteinander verbindet, öffnet er die Gelenke und wirkt kreislaufanregend. Um den Sonnengruß auszuführen, markiert die Berghaltung die Ausgangsposition. Nach einem tiefen Einatmen erfolgen aus dem Stand erst eine Vorbeuge, dann eine halbe Vorbeuge. Nach dem Ausatmen schließt sich der Liegestütz mit anschließender „Knie-Brust-Stirn“-Haltung an. Praktizierende wechseln sodann in die Kobra, anschließend verweilen sie fünf Atemzüge im herabschauenden Hund. Schlussendlich lässt sich in umgekehrter Reihenfolge – zwei Schritte zur halben Vorbeuge, Vorbeuge und gestreckte Berghaltung – in die Bergstellung zurückkehren.

  • Die Belvilla Ferienwohnung bildet den idealen Ausgangspunkt für einen ganzheitlichen Aufbruch zu kraftvollen Orten. Im frühen Morgengrauen lässt sich eine Tagestour zu mystischen Kraftorten beginnen. Ob am besinnlichen Ort in Obermaiselstein oder auf dem Aussichtspunkt der Nusche in Bad Hindelang: Sensiblen Menschen wird es nicht schwerfallen, die besondere Aura dieser ursprünglichen Plätze zu erspüren. Auch das Pilgern mit anderen verhilft zu neuen Sichtweisen auf das eigene Ich. Zu den besonderen Angeboten dieser Art gehört das kostenfreie Samstagspilgern im Westallgäu, das sich an Menschen aller Altersklassen richtet. Bei diesen Aktivitäten steht der Blick auf das Wesentliche im Vordergrund. Geschulte, ehrenamtlich tätige Wegbegleiter und Seelsorger geben meditative Impulse, wobei sie ebenfalls dazu anleiten, naturverbunden die Stille sprechen zu lassen.

  • Der richtige Weg zur eigenen Mitte führt nicht zuletzt über gezieltes Atmen. Dafür bieten Therapeuten oft spezielles Atemwandern an, das einengende Strukturen und Körperspannungen löst. Solch eine Tour in Bad Wörishofen richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene, die lernen wollen, ihren Atem bewusst zu beeinflussen.


    Achtsam in der Natur erholen ermöglicht es, sich bis in die Fingerspitzen lebendig zu fühlen.



Heilende
Elemente der Naturheilverfahren

Eine tragende Säule des Achtsamen liegt in den traditionellen Naturheilverfahren im Allgäu begründet. Diese setzen beispielsweise auf wärmende Moorbäder, euphorisierendes Heilfasten und die Kneippsche Lehre. Dabei gehört das Moor zu den schönsten Kulturlandschaften des Allgäus. An diesem Ort fällt es leicht, die wohltuende Kraft der Erde innerlich wie äußerlich zu spüren. Im Wurzacher Ried können sich Besucher ein in ein Holzzuber eingelassenes Moorbad gönnen. Um an dieser heilsamen Wellness-Anwendung im Allgäu teilzunehmen, bedarf es eines kleinen „Moor-Führerscheins“. So liebevoll bezeichnen die zuständigen Mitarbeiter den vorab empfohlenen ärztlichen Medizincheck. Sind die körperlichen Bedingungen erfüllt, verbringen Erholungssuchende maximal 20 Minuten im 38 Grad Celsius warmen Holzzuber. Typischerweise fühlt sich der eigene Körper während des Moorbads unglaublich leicht an, da die Wärme das Körpergewicht entlastet. Im Inneren wirkt das Moor unter anderem schmerzlindernd gegen entzündliche Prozesse und Gelenkschmerzen. Nach dem „künstlichen Fieber“ ist es ganz normal, sich schwer und erschöpft zu fühlen. Wer mag, fällt nach dem Bad in Decken eingehüllt in einen tiefenentspannten Schlaf.

 

Die Kneippsche Gesundheitslehre gehört seit 2016 dem immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe an. 



Ein weiteres wichtiges Angebot im achtsamen Allgäu begründet das euphorische Heilfasten. Definiert als temporärer Verzicht auf Nahrung oder Genussmittel, befähigt das heilende Fasten den Körper, sich selbstständig zu entgiften. Bei diesem wundersamen Prozess entsorgt der Körper schädliche Substanzen und Moleküle, wodurch er sein Immunsystem nachhaltig stärkt. Auf diese Weise gelingt es, den Blutdruck zu senken sowie entzündlichen Haut- und Atemerkrankungen wie Asthma oder Rheuma vorzubeugen. Wer mit einer milden Variante einsteigen möchte, kann beim Basenfasten zunächst für zwei bis vier Wochen auf tierische Nahrungsmittel verzichten. Solche Fastenkuren aller Art werden beispielsweise von speziellen, auf Naturheilkunde spezialisierten Gesundheitszentren angeboten.


Traditionen und Festen der Region beiwohnen

Aufrichtige Nähe ist ein wichtiger Aspekt, um achtsam seine Mitmenschen kennenzulernen. Im Allgäu ermutigen gelebte Traditionen und Feste, aufrichtig an der Allgäuer Lebensweise teilzuhaben. Ein solches Brauchtum offenbart sich etwa beim Funkenfeuer am ersten Sonntag nach Aschermittwoch. Es sind lodernde Flammen, die negative Energien verbrennen und den Winter verabschieden. Gleichzeitig begrüßt das Feuer das Licht und die fruchtbare Jahreszeit des Frühlings.

Wer sich im Herbst in der Region aufhält, kann in eine der zahlreichen Allgäuer Hütten einkehren. Bei einem kulinarischen Dinner mit authentischen Allgäuer Maultaschen oder Kässpatzen bietet sich ein schöner Rundumblick auf die Berge. Anschließend bricht abends der Moment an, in dem sich die Einheimischen im Wirtshaus gemütlich zusammensetzen. Um einen eigenen Eindruck der Allgäuer Lebensweise zu gewinnen, lässt sich bei einem süffigen Bockbier den Gesprächen der Ansässigen lauschen.


In der Ruhe zu einem gesunden (Schlaf)Rhythmus zurückfinden

Viele Menschen sehnen sich danach, fernab des Hektischen gesund im Schlaf zu regenerieren. Nicht wenige von ihnen leiden unter einem gestörten Naturschlafrhythmus, bei dem die innere Uhr das Gleichgewicht verloren hat. Im Allgäu bietet sich die achtsame Option, durch die frische Bergluft zu einem gesunden Gefühl zurückzukehren. Schöne und entschleunigende Ferienhäuer fernab der Großstädte helfen dabei, das natürliche Timing von Tag und Nacht wiederzufinden. Viele Häuser verfügen deshalb über aus dem alpinen Kieferngewächs Zirbenholz hergestellte Wände, welche die Schlafqualität verbessern.

Um sich wohltuend innerlich zu ordnen, vertrauen viele Reisende zudem dem Wissen der anerkannten Kneippkurorte. Dreh- und Angelpunkt bildet hierbei die Lehre Sebastian Kneipps, die durch entspannende Techniken und Meditation einen gesunden Lebensstil fokussiert. Teilnehmer der Entspannungsverfahren lernen, wie sie den alltäglichen Ansprüchen mit persönlichen Ressourcen ausbalancierend beikommen können. Oft bieten achtsame Wasseranwendungen oder Aktivkurse zusätzliche Optionen, um chronischen Schlafproblemen entgegenzuwirken.

 

 


In der Stellung des Kindes lässt sich in der Outdoor-Yoga-Stunde achtsam einen Moment innehalten und neue Kraft tanken.



Abbildung 1: pixabay.com © dmz (CC0 Creative Commons)

Abbildung 2: pixabay.com © antranias (CC0 Creative Commons)

Abbildung 3: pixabay.com © sofiezborilova (CC0 Creative Commons)



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