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Mitteilung vom: Donnerstag 15. September 2016

Erst das richtige Glas rundet Getränke ab

Bier, Wein, Whisky, die verschiedensten Spirituosen – die Liste alkoholischer Getränke ist ellenlang. Für jedes einzelne gibt es verschiedene Möglichkeiten, um den optimalen Geschmack zu erleben. So weiß zum Beispiel jeder, dass es bei Bier oder Wein auf die richtige Temperatur ankommt. Ein Faktor, die beim Genuss von Getränken ebenfalls eine sehr wichtige Rolle spielt, aber oft unterschätzt oder sogar als Quatsch abgetan wird, ist die Auswahl des richtigen Glases. Das macht nämlich nicht nur optisch was her, sondern sorgt erst dafür, dass sich das volle Aroma eines alkoholischen Getränks entfalten kann.

Für fast jedes Getränk gibt es ein perfekt abgestimmtes Glas

Da der Mensch mit der Zunge nur fünf verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden kann, spielt besonders beim Genuss komplexer alkoholischer Getränke auch die Nase eine wichtige Rolle. Und hier kommt das richtige Glas ins Spiel: Es ist so geformt, dass die im Drink enthaltenen Aromastoffe beim Trinken direkt in die Nase geleitet werden. So kann sich der volle Geschmack von Wein, Whisky oder Bier entfalten, was den Genuss solcher Getränke zu einem ganz anderen Erlebnis macht.

Die folgende Übersicht stellt das passende Glas für verschiedene Alkoholika kurz vor – aus Platzgründen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Das Weinglas         

Weißwein, kleines Glas; Rotwein, großes Glas. Diese Eselsbrücke haben die meisten schon gehört, und die passenden Gläser für verschiedene Weine sind sicher auch in den meisten Haushalten vorhanden. Die Frage, warum diese Regel gilt, können allerdings wohl die Wenigsten beantworten.

Ein Rotweinglas zeichnet sich durch einen großen, bauchigen Kelch aus, der sich nach oben hin verjüngt. Beim Einschenken sollte man darauf achten, es nur zu ca. einem Drittel zu füllen. An dieser Stelle ist das Glas am breitesten, so dass auch die „Oberfläche“ des Weins am größten ist. Dadurch wird der Rebensaft ideal mit Sauerstoff versorgt und entfaltet sich am besten.

Dass der Kelch nach oben hin schmaler wird, hat ebenfalls seine Gründe: Rotweinkenner schwenken das Glas, bevor sie trinken. Dadurch lösen sich alle Geschmacksstoffe, so dass das vollständige Aroma zur Geltung kommen kann. Darüber hinaus wird durch die Verjüngung das Bukett gebündelt.

Natürlich muss man Rotwein vor dem Trinken auch ausreichend dekantieren – sonst nützt das beste Glas nichts.

Das Weißweinglas ist deutlich kleiner als sein Pendant für Rotwein. Somit fasst es auch deutlich weniger Inhalt. Das hat einen ganz einfachen Grund: Während Rotwein nämlich bei Zimmertemperatur getrunken wird, muss man Weißwein kühl genießen. Er verliert sonst einen beträchtlichen Teil seines Aromas. Kleinere Portionen verhindern, dass sich der Wein durch zu langes Herumstehen erwärmt.

Darauf ist das Glas auch sonst ausgelegt. Es ist relativ dünnwandig und verfügt über einen langen Stiel, der dafür sorgt, dass die warme Hand des Genießers möglichst weit vom kühlen Getränk entfernt ist.

 

Der Whisky-Tumbler

Ein guter Whisky zeichnet sich dadurch aus, dass er ein äußerst komplexes und vielschichtiges Geschmackserlebnis bietet. Die verschiedensten Komponenten werden dabei aufeinander abgestimmt und so komponiert, dass ein einzigartiges Produkt geschaffen wird.

Die populärsten und am weitesten verbreiteten Whiskysorten sind der Bourbon und der Single Malt. Für beide gibt es jeweils ein spezielles Glas, auf das Kenner nur sehr ungern verzichten.

Der Bourbon-Whisky wird klassischerweise auf Eis serviert. Aus diesem Grund trinkt man ihn aus dem typischen Whisky-Tumbler. Dieses spezielle Glas ist einerseits relativ breit und hat andererseits einen sehr dicken Boden. Dadurch wird die Kälte der Eiswürfel besser konserviert, was verhindert, dass der Whisky zu schnell wässrig wird.

Einen Single Malt auf Eis zu servieren sorgt dagegen dafür, dass Whiskyfreunde sich mit Grauen abwenden. Diese Sorte genießen Kenner ausschließlich pur. Dementsprechend ist das passende Glas auch deutlich anders aufgebaut: Es verfügt über einen kurzen Stil und einen fast geraden Kelch, der sich zum oberen Ende hin ein wenig öffnet. Dadurch werden alle enthaltenen Aromen auf direktem Weg in die Nase geleitet.

  

Das Schnaps- und Spirituosenglas

Der klassische „Kurze“ zeichnet sich, wie der Name schon sagt, vor allem dadurch aus, dass er mit einem Schluck getrunken wird. Das typische Schnapsglas ist genau dafür gestaltet – klein, funktional und einfach. So lassen sich kräftige Spirituosen wie Korn oder Wodka schnell ihrem Ziel zuführen.

Anders sieht es jedoch bei edleren Schnäpsen aus, etwa Likören oder Obstbränden. Die sollte man lieber aus einem Spirituosenglas trinken, wenn man sie in vollem Umfang genießen will. Ein solches Glas hat einen langen Stil und einen kleinen Kelch, er nach oben hin zunächst schmaler wird, um sich am Ende wieder zu verbreitern. Auch das dient dem Zweck, dass das Aroma direkt in die Nase geht und sich so der volle Geschmack entfalten kann.

Es würde zu weit führen, alle unterschiedlichen Schnaps- und Spirituosengläser aufzuzählen, gibt es doch für fast jede Sorte auch ein speziell dafür gestaltetes Gefäß. Um die Hausbar stilecht einzurichten, wollen viele allerdings nicht auf solche individuellen Gläser verzichten. Wer zu dieser Gruppe gehört, dem sei ein Besuch dieser Webseite ans Herz gelegt, auf der in Sachen Gläsern kein Wunsch unerfüllt bleibt.

 

Sonderfall Bierglas

Das beliebteste Getränk der Deutschen darf natürlich nicht unerwähnt bleiben. Es steht jedoch hier deswegen am Ende, weil es sich in der Glasauswahl nicht nach denselben Kriterien richtet wie andere Getränke. Einzig das Weißbier hat sein ganz eigenes Glas. Bei allen anderen Sorten kommt es primär auf die persönlichen Vorlieben des Trinkers an, für welches Gefäß er sich entscheidet. Denn so lange es kalt ist, schmeckt ein gutes Bier aus jedem Glas – oder direkt aus der Flasche.

Unterstüzt von:

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