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Geschichte des Allgäuer Raums

Das Allgäu durch die Zeitgeschichte

Allgäu-ABC - Das Nachschlagewerk über das Allgäu
Geschichte & Historie im Allgäu
Geschichte & Historie, Mittelalter, Ritterspiele und andere historische Veranstaltungen

Das Allgäu in der Frühgeschichte bis 8. Jahrhundert

Um 7000 vor Christus lebten im Allgäu die Steinzeitmenschen. Angenommen wird das sie ihren Namen deswegen besitzen weil sie als Werkstoff vor allem Stein verwendet haben. 1200 vor Christus wurde das erste namentlich bekannte Volk im Allgäu nachgewiesen. Dieses Volk ist unter dem Namen Illyrer bekannt. Die Illyrer waren ein Zusammenschluss von Stämmen, die in der Antike in Italien und auf der Balkanhalbinsel lebten.

 

Die keltische Besiedlung im Gebiet nördlich der Alpen begann etwa 500 vor Christus von dort aus haben sie sich von Westen her in den Allgäuer Raum angesiedelt. Etwa 15 vor Christus schafften es die Römer die Kelten auch im Gebiet des heutigen Allgäu zuunterwerfen. In Kempten wurde das Fundament für die Garnisonsstadt Cambodunum gelegt. Das Allgäu gehörte damals der römischen Provinz Rätiens an.

 

Die germanischen Alemannen und Sueben durchbrachen im Jahr 233 erstmals den Limes und besetzten das Land. Bei dieser Besetzung wurde die römische Garnisonsstadt Cambodunum zerstört. Die letzten römischen Truppen verließen im Jahr 488 das Land. Dadurch emigrieren viele romanische Siedler nach Italien. Worauf die Alemannen deren Platz einnahmen und sich im dortigen Gebiet ansiedelten, dass daraufhin in zwei Grenzen eingeteilt wurde.

Schwäbisches Mittelalter bis 17. Jahrhundert

Im 10. Jahrhundert entstand daraus das Herzogtum Schwaben und das Königreich Hochburgund.

Im Jahr 536 wurden die Alemannen durch die Franken unterworfen. Das Fränkische Königreich erstreckte sich vom 5. bis 9. Jahrhundert in West-, Süd- und Mitteleuropa. Im Jahr 817 wurde das Allgäu zum ersten Mal urkundlich als „Albigauge“ auf einer Landkarte erwähnt.

 

Vom 11. bis Mitte 13. Jahrhundert lebten die Welfen, ein ursprünglich fränkisches Adelsgeschlecht und die Staufer, ein schwäbisches Adelsgeschlecht, im Allgäu. Memmingen, Kaufbeuren und Kempten wurden im Jahr 1241 zu Reichsstädten. Diese Städte verfügen über eine Reihe von Freiheiten und Privilegien, hatten aber dennoch besondere Pflichten gegenüber dem Kaiser/-reich.

 

Die Vereinigung der schwäbischen Reichsstädte, oder auch "Schwäbischer Bund" genannt,  wurde um 1488 gegründet.  Der Schwäbische Reichskreis wurde im Jahr 1500 eingeführt und bestand bis 1803. Im Kemptener Gebiet brach um 1525 der Bauernkrieg aus, der geistige Mittelpunkt dieses Krieges lag in Memmingen. Die Forderungen der Bauern wurden dort formuliert und als die Zwölf Artikel niedergeschrieben. Diese gelten zugleich als die erste Niederschrift von Menschenrechten in Europa.

 

Die Reichsstädte Kaufbeuren und Kempten bekannten sich um 1527 zu Luthers Lehre. Im Jahr 1533 folgte die Stadt Memmingen dieser religiös-politischen Entscheidung. Zur selben Zeit wurde der Schwäbische Bund aufgelöst.

 

Von 1618 bis 1648 brachte der Dreißigjährige Krieg Elend, Plünderung und Zerstörung über das Allgäu.

Neuzeit: 18. Jahrhundert bis zum II. Weltkrieg

Der Spanische Erbfolgekrieg brachte nochmals Verwüstungen in der Zeit von 1701 bis 1714 über das Allgäu. Zu dieser Zeit begannen auch die Bauten an der Klosterkirche St. Mang in Füssen, die um das Jahr 1717 fertig gestellt wurde.

 

Im Jahr 1796 zog in Memmingen und Kempten die französische Revolutionsarmee ein. Durch diesen Einzug und der Machthabung Napoleons wurde das Allgäu von 1803 bis 1810 neu aufgeteilt dabei wurde ein Teil württembergisch und ein Teil bayerisch. Im Jahr 1808 wurden die Städte Ulm, Augsburg und Kempten zu Hauptstädten. Die Bauarbeiten für das Schloss Neuschwanstein begannen um das Jahr 1869.

Allgäu in Zweitem Weltkrieg bis Heute

Im Jahr 1943 richteten die Nationalsozialisten in einem Ortsteil der Gemeinde Durach das Konzentrationslagers Dachau ein. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gebiet des Allgäus von französischen und amerikanischen Truppen besetzt. 

 

Durch die Gebietsreform im Jahr 1972 bildeten sich drei neue Allgäuer Landkreise in der Bundesrepublik, nämlich Oberallgäu, Unterallgäu und das Ostallgäu. Nach der Wiedervereinigung wählten Tourismusexperten im Jahr 1994 das Allgäu zum beliebtesten inländischen Ferienziel Deutschlands.

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