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Wandern im Allgäu - Tipps für das Bergwandern

Tipps für Bergwanderer

Allgäu-ABC - Das Nachschlagewerk über das Allgäu

Eine gute und vorallem sichere Bergwanderung benötigt, neben guter Ausrüstung, eine genaue Planung. Deshalb sollte man sich die Zeit nehmen und folgenden Tipps und Hinweise beherzigen:

Für die Umwelt

Eine Wandertour soll uns aus dem Arbeitsalltag entführen und den Geist wieder frei machen. Damit wir die Bergwelt auch weiterhin genießen können, müssen wir uns alle an Regeln halten.

Dazu gehört, dass wir Wanderer auf den Wanderwegen bleiben, um damit die Pflanzenpracht und die Wildtiere der Berge zu schützen. Darum ist es sehr wichtig, die mitgeführten Hunde an die Leine zu nehmen. Die beeindruckenden Pflanzen der Berge sind zum Bestaunen da und das Pflücken geschützter Pflanzen wird mit hohen Geldstrafen geahndet.

Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Steine losgetreten werden und selbstverständlich schließen wir die Viehgatter, nachdem wir durchgeschritten sind. Im Wald empfiehlt es sich, nicht zu rauchen und die anfallenden Abfälle ordentlich zu entsorgen.

Planung der Tour

Die richtige Auswahl der Tour ergibt sich aus den persönlichen Fähigkeiten und denen der Begleiter. Deshalb ist es sehr wichtig sich Informationen, wie Schwierigkeitsgrade, Höhenunterschiede und Gehzeiten, über die geplante Tour einzuholen. Auf jeden Fall sollte man sich nicht überfordern und die Tour nach dem schwächsten Tourmitglied auswählen. Kindern sollte man genügend Verschnaufpausen geben, damit die Lust am Bergwandern nicht vergeht.

 

Ausrüstungsliste für das Nötigste:

  • Tourenrucksack
  • Bergschuhe (mindestens Trekkingschuhe) mit Profilsohle und Knöchelschutz
  • Kälte- und Wetterschutz nach dem »Mehrschichtensystem« oder auch "Zwiebeltaktik": Unterhemd, Hemd, Pullover, Regenjacke/Anorak, Mütze, Handschuhe und warme Strümpfe. Und als Ersatz eine Plastiktüte mit Ersatzwäsche (sollte man durch einen Wetterwechsel bis auf die Haut nass geworden sein).
  • Erste Hilfe-Päckchen
  • Rettungsdecke (Folie)
  • eventuell Klettersteiggurt
  • ausreichend Getränke und Verpflegung
  • Kartenmaterial, Kompass
  • Sonnenschutzmittel, Sonnenbrille, Lippencreme
  • Kopfbedeckung für Sonnenschutz
  • Taschenlampe
  • eventuelle Teleskop-Skistöcke zur Entlastung der Beine
  • Ausweis

Bergwetter

Überraschende Gewitter und Wetterstürze (auch im Sommer) - oft mit Schnee, Sturm, Minustemperaturen und verbunden mit Nebel und Wolken - sind lebensgefährlich.

 

Darum ist es unverzichtbar, den Bergwetterbericht einzuholen. Bei schlechtem Wetter sollte man lieber im Tal bleiben.

 

Wetterauskünfte unter:

Alpenvereinswetterbericht Tel. +49 (0) 89/29 50 70

Alpine Auskunft Tel. +49 (0) 89/29 49 40

Wetterbericht/Reisewetter Tel. +49 (0) 1 90/11 64 24

Durchführung der Tour

Vor dem Aufbruch

Zur eigenen Sicherheit sollte ausreichend Reservezeit eingeplant werden bis zum Einbruch der Dunkelheit und für das Einlegen von ausgiebigen Pausen. Ganz wichtig ist es, dass man Bescheid gibt, wohin man wandern will und wann die Rückkehr geplant ist. Sollten sich unterwegs die Pläne ändern, gibt man am Besten der entsprechenden Person bescheid. So können unnötige Suchaktionen vermieden werden. Hochalpine Touren sollten niemals allein unternommen werden.

 

Auf Tour

Nach einer Übernachtung sollte man den Wirtsleuten sagen, wohin man weitergeht und trägt sich am Besten ins Hüttenbuch ein. Die Wanderung beginnt man am Besten langsam, bis der eigene Rhythmus gefunden ist. Wenn es nachts extrem abkühlt, kommt es an Bachübergängen und Wasserfällen zu Vereisungen. Sollte der Weg zu unwegsam oder zu schwer werden, ist es keine Schande, wenn man einen leichteren Weg sucht oder vorzeitig abbricht. Auf keinen Fall sollte man eine »Abkürzung« quer durch das Gelände machen. Bei hohen Ozonkonzentrationen sollten empfindliche Personen große Anstrengungen vermeiden.

Es sollte rechtzeitig und regelmäßig Flüssigkeit zu sich genommen werden. Kein Schnee sollte gegessen und aus offenen Gewässern getrunken werden.

Zur eigenen Sicherheit

Widrige Umstände können die Tour manchmal verzögern oder gar unterbrechen. Da ist es besser umzukehren, als unnötige Risiken einzugehen.

Bei schlechter Sicht sollte man unbedingt auf dem Weg bleiben. Verliert man doch mal die Wegmarkierung, dann geht man zum letzten bekannten Punkt zurück und bleibt unbedingt in der Gruppe. Versuchen Sie unter keinen Umständen sich »irgendwie durch`s Gelände zu schlagen«, das ist lebensgefährlich. Wenn nichts mehr geht, muss man auf bessere Sicht warten und sich mit der Rettungsdecke vor Kälte schützen.

 

Bei einem Gewitter ist es lebenswichtig:

  • Gipfel, ausgesetzte Grate, nasse Rinnen, eisengesicherte Steiganlagen und Einzelbäume zu verlassen.
  • nicht in Panik davonzulaufen, sondern Ruhe zu bewahren.
  • auf isolierender Unterlage eine kauernde oder sitzende Haltung einzunehmen.

Verhalten bei Bergunfällen

Erste Hilfe für den Verletzten

Handeln Sie überlegt und behalten Sie Ruhe. Sollten Sie alleine sein, versuchen Sie Hilfe herbeizurufen, anstatt verletzt weiterzulaufen. Erste Hilfe sollten Sie nach eigenem Können und Ihren Möglichkeiten leisten. Sprechen Sie dem Verletzten gut zu und sorgen vor allem für Kälteschutz (Rettungsdecke). Wenn möglich sollte der Verletzte nicht allein gelassen werden.

 

Hilfe holen

Im Notfall beauftragen Sie andere Bergwanderer damit, den Bergrettungsdienst zu alarmieren. Mittlerweile sind auch Hütten vielfach mit Funkverbindungen ausgerüstet.

 

Wichtige Rufnummer:

  • Rettungsdienst für den gesamten Alpenraum: 112 (Handy)
  • für Deutschland:
    Rettungsleitstelle (jeweilige Vorwahl): 1 92 22 oder Polizei: 110
  • für Österreich:
    Rettungsdienst: 144 oder Polizei: 133

 

Melden Sie den Vorfall nach den folgenden vier Punkten:

1. Angabe des eigenen Namens mit Telefonnummer

2. genaue Angaben vom Unfallort und dem Wetter

3. Angabe der Zahl der Verletzten

4. Lebensbedrohliche Zustände

 

Alarmierung durch das "Alpine Notsignal"

Im Notfall sollten Sie das "Alpine Notsignal "verwenden, um von anderen Bergwanderern oder Rettungsmanschaften gefunden zu werden. Das "Alpine Notsignal" besteht aus einem hör- und sichtbaren Zeichen (auch Rufen), das innerhalb von einer Minute sechsmal abgegeben wird. Wiederholen Sie das Signal jeweils nach etwa einer Minute Pause.

Wird Ihr Notsignal durch ein dreimaliges Zeichen innerhalb einer Minute erwiedert, ist Ihr Notruf angekommen und die Bergrettung wurde oder wird verständigt. Wichtig ist, dass Sie auf sich aufmerksam machen und dazu einen gut sichtbaren Standort auswählen.

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