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Wandern im Allgäu - Nagelfluhkette (Sonthofen)

Nagelfluhkette vor dem Allgäuer Hauptkamm

Allgäu-ABC - Das Nachschlagewerk über das Allgäu

Über die Nagelfluhkette

Bei normalen Wetterbedingungen kann diese 6-tägige Wandertour mit alpinem Charakter schon ab Mitte Juni begangen werden. Dabei bewegt man sich fast immer unterhalb der Baumgrenze zwischen 1300 und 1800 Höhenmetern. Die Nagelfluhkette, bestehend aus Mischgestein und angelagerter Erde, erstreckt sich vor dem Allgäuer Hauptkamm und verschafft dem Tourgänger einen atemberaubenden Blick nach Süden auf die grauen Felswände der Alpenkette.

1. Tag (Immenstadt - Kemptener Naturfreundehaus) 

Der erste Tag (als Anreisetag kurz gehalten) über die Nagelfluhkette eröffnet einem gleich drei Möglichkeiten. Allen Varianten lässt sich im Anschluss noch der »Stuibengipfel« (1749m) anhängen. Dabei sollte neben Schwindelfreiheit auch 1,5-2 Stunden Zeit mit eingebracht werden.

 

Variante A) - Immenstadt - Alpe Seifenmoos - Kemptner Naturfreundehaus

Vom Friedhof aus starten wir im Schatten direkt am Seigbach entlang, vorbei an Wasserfällen und Tümpeln, immer weiter nach oben. Ab der hölzernen Kapelle (914m) führt unser schmaler Steig in einen breiteren Weg, wir folgen dem Wegweiser Richtung Alpe Gund, Naturfreundehaus, Alpe Mittelberg. Nach etwa 300 Metern verlassen wir vor einem hölzernen Wegkreuz den Steigbach und gehen rechts in langen Kehren ansteigend zur Alpe Seifenmoos. Vorbei an weiten Viehweiden passieren wir des Kreuz der Hütte und ein Stück weiter bergauf erreichen wir unser Nachtquartier. Das Kemptner Naturfreundehaus liegt auf 1440m Höhe. Gesamtzeit etwa 2,5 Stunden.

 

Variante B) - Immenstadt - Steigbach - Alpe Mittelberg - Kemptner Naturfreundehaus

Wie in Variante A) ist der Friedhof der Ausgangspunkt und führt uns am Steigbach entlang zur hölzernen Kapelle. Weiter Richtung Alpe Gund, Naturfreundehaus, Alpe Mittelberg. Nach etwa 300 Metern nehmen wir dann allerdings den linken Weg weiter am Steigbach entlang. Dieser wird zu einem kleinen See aufgestaut. Bald ist das Gipfelkreuz vom Steineberg und dahinter der Stuiben zu sehen. Immer weiter am Bach entlang wechseln wir die Seite und es eröffnet sich rechter Hand eine Bergsturzlandschaft. Am Steineberg vorbei führt uns die Forststraße weiter hinauf. Über die Alpe Mittelberg (1369m) und Alpe Seifenmoos geht es direkt zum Kemptner Naturfreundehaus. Gesamtzeit etwa 3 Stunden.

 

Variante C) - Immenstadt - Mittag (mit Bahn) - Steineberg - Kemptner Naturfreundehaus

Ganz bequem steigen wir mit der Mittag-Schwebebahn zur Bergstation auf. Wer ausreichend Ausdauer und Zeit hat, kann den Aufstieg zur Bergstation auch zu Fuß unternehmen. Von dort aus geht es in westlicher Richtung über Grasmatten zum Bärenkopf (1463m) und weiter zum Steineberg. Links bergauf führt uns ein Abstecher zur Spitze (1660m). Geradeaus geht es zum Stuiben bzw. zur Alpe Gund. Wir gehen am Felsabbruch »Grauen Wand« vorbei, welcher durch Seile gesichert ist und Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Bergauf und bergab genießen wir die beeindruckende Sicht und am Ende der Gratgasse geht es rechts zur Alpe Gund. Hier kann man sich nochmal stärken, bevor die letzte Etappe für diesen Tag uns über die Mittelberg Alpe und Alpe Seifenmoos zum Kemptner Naturfreundehaus bringt. Gesamtzeit etwa 3,5 Stunden.

2. Tag (Kemptener Naturfreundehaus - Staufner Haus) 

Am zweiten Touren-Tag sollte für genügend Verpflegung gesorgt sein, da nach der Alpe Gund keine Einkehrmöglichkeit mehr sind.

Vom Kemptner Naturfreundehaus ausgehend, machen wir uns über die Seifenmoos Alpe und Alpe Mittelberg zur Alpe Gund auf. Den Gipfel des Stuiben immer vor Augen, verlassen wir die Forststraße und wandern Richtung Hochgrat/Sederer direkt zum Sedererstuiben (1737m). Zur Rechten und unter uns sieht man das Kupferdach vom Jagdhaus Ehrenschwang im weiten Hochtal. Dem Europäischen Fernwanderweg »Vom Bodensee zur Adria« folgend marschieren wir an der Oberen Sedererwände vorbei, zum Buralkopf (1772m), am Grat entlang und dann noch ein kurzes Wegstück mit Seilsicherung zum Gündleskopf (1784m). Anschließend geht es auf 1500 Meter runter zur Gündlesscharte. Links von uns sieht man die Gündles-Alpe, während wir hinauf zum Rindalphorn (1821m) steigen. Die Schichtstufen des Nagelfluh liegen imposant vor uns und der größte Höhenunterschied ist für diesen zweiten Tag bewätigt. Der herrliche Panoramablick in die Hochalpen ist der Lohn der vielen Mühen. Zur Brunnenauscharte gehen wir noch etwa 200 Meter bergab und dann sanft ansteigend zum Gipfelkreuz des Hochgrat (1834m) mit den eindrucksvollen Formationen. Nach einer Viertelstunde erreichen wir das Staufner Haus (1600m) und unser Ziel des zweiten Tourentages. Gesamtzeit etwa 5,5 Stunden.

3. Tag (Staufner Haus - Berggasthaus Hoch-Häderich) 

Am dritten Tag machen wir uns ausgeruht auf zum Gipfelkreuz vom Seelekopf (1663m). Dem Grat folgend geht es einmal abwärts in einen Sattel und dann zum Gipfel, welcher auch unterhalb umgangen werden kann. Nachdem die beide Wege sich wieder zu einem verbunden haben, geht es auf einem Waldweg zum Seelekopf und weiter zum Hohenfluhalpkopf (1636m). Der Schwierigkeitsgrad steigt mit dem Übergang zur Rohnehöhe bzw. Eineguntkopf (1639m). Nachdem der Lecknersee unter uns verschwunden ist, haben wir die Rohnehöhe umrundet und wir zweigen für eine erste Rast zur Falkenhütte ab. Frisch gestärkt geht es auf zum Gipfelkreuz »Auf dem Falken«. Dazu wählen wir den Weg auf dem Grat und dann zum Gipfel. Etwa eine Stunde von der Falkenhütte zum Gipfel sollten eingeplant werden. Seit der Rohnehöhe bewegen wir uns an der österreichischen Grenze, genauer gesagt am Bregenzer Wald entlang. Bei freier Sicht kann man bis zum Bodensee sehen. Die steileren Stellen auf dem weiteren Wanderweg zum Hoch-Häderich (1566m) sollte man bei Nässe mit besonderer Vorsicht begehen. Am Grenzstein 217 biegen wir links ab und weiter am Grat abwärts über herrliche Wiesen. Zu den Kühnen gesellen sich jetzt auch die ersten Schafe und bieten uns Gesellschaft auf einem der zwei Möglichkeiten, den Hoch-Häderich zu erreichen. Der untere Weg führt uns durch einen relativ ebenen Wald, während der obere Weg, sehr steil und mit Stahlseilen gesichert, schwierig ist. Am Grat weiter, gut mit Seilen gesichert, erreichen wir das Berggasthaus Hoch-Häderich. Es liegt fünf Minuten unterhalb des Gipfels und ist das Nachtlager für den dritten Tag. Gesamtzeit etwa 5 Stunden.

4. Tag (Berggasthaus Hoch-Häderich - Gasthof Höfle) 

Am vierten Tag fällt die Wanderroute kürzer aus. Deshalb kann man den Tag ruhiger angehen und seine Kräfte schonen für folgenden Tag.

Vom Drehkreuz aus folgen wir dem Wanderweg 1B (rot/weiße Markierung) bis zum südlich gelegenen Lecknertal. An zwei sehr markanten Bäumen muss man über einen Zaun steigen und folgt dann weiter links dem stahlseigesicherten Grat. Immer auf der teils felsdurchsetzten Wiese steigen wir auf die einzelne Alphütte hinab. Der Markierung nach folgen wir weiter nach unten ud erreicht bald den geschotterten Forstweg. Vor der Urschlabodenalpe zweigen wir links ab und wandern über die Alpen Schwarzenberger Platte, Juliansplatte zur Egg-Alpe und letztendlich zum Lecknersee. Dort erreichen wir auch unser heutiges Ziel, das Gasthaus Höfle. Gesamtzeit etwa 2 Stunden.

 

Wer noch nicht genug hat, der kann auch einen Aufstieg zur Alpe Hochleckach (1400m) unternehmen. In dieser modernen Sennerei kann man beobachten, wie Käse und Butter hergestellt wird und natürlich eine genussvolle Brotzeit einlegen. Der Hin-und Rückweg ab dem Gasthaus Höfle beträgt etwa 1-1,5 Stunden.

5. Tag (Gasthof Höfle - Otto-Schwengler-Hütte) 

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten vom Gasthaus Höfle zur Scheidwang-Alpe zu gelangen:

 

Variante A) - Obergelchenwangtobel - Leiterberg - Scheidwang-Alpe

Etwa 400 Meter nach dem Gasthaus Höfle geht es links - die wohl sportlichste Variante - auf dem Europäischen Fernwanderweg ab. Nachdem wir die Grenze überquert haben sind wir inmitten eines Landschaftsschutzgebietes und folgen der breiten Forststraße. Bei der unteren Samannsberg Alpe gehen wir geradeaus weiter Richtung Staufener Haus durch einen Wald. Ab dem Viehgatter wird aus dem großzügigen Forstweg ein normaler Wanderweg. Beim Abzweigen über einen Bach verlassen wir dann den Weg Staufener Haus/Europäischer Fernwanderweg und gehen direkt auf der rechten Seite des Baches weiter auf dem Rücken des Obergelchenwangtobel entlang. Links wandern wir zur Oberen Gelchenwangalpe und dem Hochgrat, weiter rechts zum höchsten Punkt um den Leiterberg (1626m). Dort erhalten wir einen wunderschönen Überblick der bereits bezwungenen Gipfel. Auf 1317m Höhe erreichen wir dann die Scheidwang-Alpe und können eine verdiente Brotzeit einlegen. Benötigte Zeit etwa 2 Stunden.

 

Variante B) - Über Lache-Alpe - Scheidwang-Alpe

Die »mittlere« Variante, die Scheidwang-Alpe zu erreichen, führt vom Gasthaus Höfle aus im Talboden entlang. Leicht bergauf geht es bis zum Schwarzlache-See und dann weiter über Wiesen zur Lache-Alpe (Sennalpe). Die letzten paar hundert Meter steigt man dann zur Scheidwang-Alpe auf 1317m an.

Benötigte Zeit etwa 1,5 Stunden.

 

Variante C) - Über Helminger Alpe/Sura-Alpe - Scheidwang-Alpe

400 Meter vom Gasthaus Höfle entfernt zweigen wir rechts einen Bergrücken entlang über die Helminger-Alpe, Sura-Alpe zur Scheidwang-Alpe ab. Benötigte Zeit etwa 1 3/4 Stunden.

 

Ab der Scheidwang-Alpe ist der weitere Wegverlauf für alle drei Varianten gleich. Um unser Tagesziel, die Otto-Schwengler-Hütte, zu erreichen gehen wir rechts über den Siplinger Kopf (1746m). Diesen erreichen wir, indem wir zunächst dem Allgäuer Rundwanderweg auf den Heidenkopf (1685m) folgen und dann auf dem Grat weiter zum Siplingerkopf marschieren. Die Obere Wilhelminealpe hinter uns steigen wir weiter bergab und machen für eine Brotzeit Halt in der Höllritzer Alpe, bevor es dann weitergeht über den Ostertalberg zur Birkachalpe, die Mittelberg Alpe und dann zur Gunzesrieder Säge. Schließlich geht es dann rechts weg zur Otto-Schwegler-Hütte für Selbstversorger und verweilen dort bis zum letzten Tourentag. Gesamtzeit etwa 7 Stunden.

6. Tag (Otto-Schwengler-Hütte - Immenstadt) 

Den letzten Tag der »Nagelfluh-Tour« beginnen wir damit, dass wir Richtung Osten zur Gunzesrieder Säge und nach der Brücke Richtung Mittag/Steineberg/Winkelwiesen Alpe rechts weggehen. Durch einen herrlichen Laubwald steigen wir weiter auf zur Vorderen Krumbach Alpe. Nachdem wir die Alpe hinter uns lassen wandern wir am Grat zum Bärenkopf. Unser Weg führt uns direkt zum Gipfelkreuz und hinüber zum Mittagberg, zu Füßen sind uns der Burgberg, Blaichach und Sonthofen.

Wir gönnen uns noch eine kleine Ruhepause in der Bergstation, bevor wir uns von der Mittagbahn nach unten tragen lassen. Als beliebter Startplatz für Drachen- und Gleitschirmflieger bietet dieser Platz beeindruckende Einblicke in diesen Sport. Wer noch mehr Kondition hat, kann natürlich auch auf den Sessellift verzichten und zu Fuß bis nach Immenstadt wandern. Dies dauert im Durchschnitt 1-1,5 Stunden. Gesamtzeit etwa 2,5 Stunden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Oberallgäu Ferien

Hindelanger Straße 35

D-87527 Sonthofen

Tel. +49 (0) 83 21/61 26 12

Fax +49 (0) 83 21/61 23 70

oa-tourismusE-Mailt-online.de

www.oberallgaeu-ferien.de

 

Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V.

Fuggerstraße 9

D-86150 Augsburg

Tel. +49 (0) 8 21/33 33 5

Fax +49 (0) 8 21/38 33 1

tourismusE-Mailallgaeu-bayerisch-schwaben.btl.de

www.btl.de

 

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