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Carla Kolumna | Heiteres einer Alltagsreporterin

Geschichten die man nicht braucht – aber trotzdem liest

Allgäu-ABC - Das Nachschlagewerk über das Allgäu

Neu beim Allgäu ABC "Die Carla Kolumne"

Geschichten wie sie dass Leben schreibt, oder zumindest unsere Carla. Vom zu kleinen Schuh, den Sie aber trotzdem kauft, weil der doch so schön ist, bis hin zur Auswertung etwaiger internationaler Speisen oder solchen die zumindest als diese Verkauft werden. Viel Spaß.

Geschichten aus dem Leben oder - Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd.

Allgäu-ABC - Das Nachschlagewerk über das Allgäu

Ich möchte ein gestohlenes Motorrad abmelden weil mir das als sinnvoll erscheint.

 

Ja meine Herrschaften, dass fett gedruckte ist die Überschrift. Nein ich habe nicht getrunken, auch wenn mich die entzückende Dame auf der Zulassungsstelle, überaus „freundlich“, so ansieht als ob sie sich genau das denken würde. Ich fange mal von vorne an. Mein Freund, seines Zeichens leidenschaftlicher Motorradfahrer, der zu allem Überfluss auch noch im Besitz eines solchen Fahrzeugs ist, ist über den Winter nicht da. Da er, was aus Temperaturtechnischen Gründen, was auch sehr vernünftig ist, ein Schönwetterfahrer ist und uns das Geld nicht aus irgendwelchen mehr oder weniger appetitlichen Körperöffnungen herausquillt, bat er mich seinen schwarzen Feuerstuhl abzumelden.

 

Soweit so gut. Ist ja kein Problem. Da ich bereits mehre Jahre, zwar kein Motorrad fahre aber dennoch ein Auto, weis ich zumindest wo sich diese Institution befindet. Bewaffnet mit seinem Fahrzeugbrief, Führerschein, Vollmacht und einer Bestätigung über seine derzeitige Abwesenheit, geh ich also guter Dinge dort hin. Zu diesem Zeitpunkt bin ich noch so gut gelaunt, dass ich die Rolle mit den Aufrufnummern nehme und durch den Flur puste wie eine Luftschlange, greife mir eine aus der Mitte raus und tänzle ins Wartezimmer. Drei Jahre später, mein erster Sohn, den ich im Übrigen dort geboren habe, wird heute eingeschult. Nachdem ich ihn zur Schule gebracht hab, bin ich tatsächlich auch schon dran. Mit all meinen Utensilien bewaffnet, im Übrigen auch mit den Kennzeichen, geh ich also rein. Zuerst werd ich mit einem reizenden“ i hob it h´rei gset“ begrüßt. Toll, denk ich mir die sind ja süß hier. Ich winke mit meiner Nummer um ihr zu zeigen dass ich ja gar nicht geklopft habe, weil meine Nummer doch da draußen stand um mich dazu aufzufordern rein zu kommen um nicht auch noch das Abitur meines Zulassungskindes im Wartezimmer zu feiern. „Was woll´ns?“ „Ich hätte gerne das Motorrad von meinem freund abgemeldet“(sie merken wie ich singe, weil ich über diese Gastfreundschaft ganz verzückt bin) „Fahrzeugschein, Brieaf und´d Schildar“ Ich lege ihr alles hin und weise sie unteranderem, ganz naiv, daraufhin das der Schein verloren gegangen ist, ich ja aber alles andere dabei habe, fest davon überzeugt dass das dann kein Problem sein sollte. „Des got it! Den Schein brauch mar sonscht got´s it.“ Grinsend lass ich eine halbe Minute vergehen, spule das ganze nochmal zurück bis zu dem Teil: „Hallo ich würde gerne das Moped meines Freundes abmelden.“ (<--Man beachten den Punkt zum Schluss den ich gesetzt hab um meine Höflichkeit hervorzuheben) Als Antwort erhalte ich ein Herzerweichendes: „ I hob doch grad gset des got it, dafir brauch i da schein!!!!“ Meine immer noch gute Laune lässt mich an die Nummernluftschlange im Flur denken, stimmt mich dazu ein Liedchen zu summen und bringt mich letztendlich zu dem, mir, genial erscheinenden Einfall, sie zu fragen: „ Dann möchte ich bitte den Schein als verloren melden, einen neuen Beantragen und dann, ja dann möchte ich gerne das Motorrad abmelden-punkt“ Meine Frisur ist völlig zerstört nachdem ihr Lustloser Seufzer mit erreicht hat. „Des got o it!“ Nun ich erlaube mir die äußerst respektlose Frage, warum das denn nicht geht. Das hätte ich besser nicht tun sollen, weil ich schließlich allein verantwortlich für ein schulpflichtiges Kind bin das mich braucht. Doch sie selbst bleibt ruhig, nur ihr Gesichtsausdruck ist fies. Sie schleppt sich gelangweilt zum Telefon und ruft irgendeinen Wissenden an, der sich in einem anderen Zulassungskreissaal aufzuhalten scheint. Sie scheint nicht zu bemerken, dass ich während sie MEINEN Fall klärt, nicht auf die Idee gekommen bin den Raum zu verlassen und somit immer noch in hörbarer Nähe bin. Der Herr am anderen Ende muss sich wohl auch gedacht haben das der Anruf von ihr völlig umsonst war, weil er sowieso nie zu Wort gekommen ist. Das weis ich daher, weil sie nicht eine einzige Sprechpause einlegte nicht mal zum Atmen. Sie legt auf, seufzt nochmal, diesmal erwischt es die Frisur der Anmeldedame dran, kommt zu mir und erklärt mir dass sie den verlorenen Schein braucht um einen neuen zu beantragen. Ich lächle... Nachdem ich gute zehn Minuten gar nichts gedacht hab, ist der wiederkehrende erste Gedanke der, dass sie endlich meine Gute Laune erreicht hat und sie ein lustiges Späßchen gemacht hat, ich das aber nicht bemerkt hab weil sie ihre Pappnase nicht aufgesetzt hat. Ihr Gesichtsausdruck wiederrum erinnert mich an einen Western, bei dem „das Leid vom Tod“ eingespielt wird um den Cowboys ein Zeichen zu geben, Hände an den Colt und Zahnstocher in den nächsten Strohballen geschlotzt. Oh, sie will ein Duell? Kurz darüber nachgedacht und als schlecht empfunden denke ich mir: „Zum Glück befinde ich mich in einem Amt wo sich auch zu Glück immer eine Uhr befindet die nur bis Zwölf Uhr funktioniert, von der ich ablesen kann das ich schnell los muss, weil klein „Zulassi“ heute nur bis zur Fünften hat. Vielen Dank

Carla Mysteriös

Allgäu-ABC - Das Nachschlagewerk über das Allgäu

 

Heute möchte ich mich einmal damit beschäftigen warum 1000 Jahre alte, nie geklärte Fälle wie Morde unheimliche Begegnungen oder etwaige gruselige Geschichten in den historischen Archiven, ganz weit unten eingelagert wurden, aufgrund der nicht bestehenden Möglichkeit sie jemals aufzudecken. Klar wir alle kennen z.B. Jack the Ripper, ich jetzt nicht persönlich zumindest erinnere ich mich dass mit mir jemand zur Schule ging der auf diesen Namen hörte, auch wenn einige nichts desto trotz irgendwie an sein Profil anlehnen könnten was das schleierhafte Verhalten oder das niemals persönliche Auftreten betrifft. Da waren schon so ein zwei Kandidaten die zwar gelistet dennoch nie vor Ort waren.

Gut jetzt ging dieser Mörder, also nicht der aus meiner Schulzeit, sonder der echte Jack ja nicht gerade liebevoll mit seinen Prostituierten um. Um das klar zu stellen er war kein Zuhälter, für alle die ihn nicht kennen, er war ein Mörder. Er verstümmelte diese leichten, alkoholkranken Mädchen und klaute ihnen das ein oder andere Organ. Es erübrigt sich die Frage warum er dass getan hat aufgrundessen das es niemand wissen will , stattdessen sollte man sich drauf konzentrieren dass er sie einfach mal umgelegt hat. Das ganze Drama ist jetzt 120 Jahre her und wurde, wie bereits erwähnt (ich habe Jahre lang recherchiert!) nie geklärt. Somit müssen wir alle mit diesem grauenhaften Wissen leben, eigentlich nichts zu wissen. Verdammt. Traurig darüber dass ich der Justiz der damaligen Polizei von East End in keinster Weise zu Hand gehen konnte, hol ich mir einen Verdauungsschnaps und bete bei laufenden Fernseher für die Verstorbenen. Als ich aus meiner „Mords“-Schwermut erwache sehe ich ihn- Ayman Abdala, der Sherlock Holmes von Pro Sieben.

Gebannt von der gespenstischen Instrumentalbegleitung Herrn Abdalas verfolge ich die Schauderhafte Frage: „War Jack the Ripper ein Deutscher?“ Und,“Ja wir konnten den Fall klären.“

 

Wie Bitte???? Ein Mörder der noch unsren Urenkeln zu Gehör kommen wird, weil er gar so brutal war, (wobei Herr Abdala wahrscheinlich meinen Enkeln diese Tragödie aus den Geschichtsbüchern genommen hat, weil er den Fall ja klären konnte), war ein Deutscher?? Hä? Und was will mir Pro Sieben mit dieser Sendung sagen, dass sie ihn gefasst haben?? Drölfmilliarden Jahre konnte ihm keiner auf die Schliche kommen, er wütete und schlitzte und keine Ahnung was man sonst so für Vorlieben als Mörder hat, obwohl ich sehr aufmerksam die Geschichte von Herrn Lektor verfolgt habe, persönliche Anmerkung für ihn:“ Vorsicht Herr Lektor, ihnen ist der Mr. Sherlock Abdala auf den Fersen!“. Und da, im Vorabendprogramm, da schnappen sie ihn?

Sapperlot, die Jungs von Pro7 sind ganz schön ausgeschlafen, damit hat der Jack nicht gerechnet. Er mordete extra Nachts, weil er somit auch die Prostituierten besser von den anderen unterscheiden konnte, und zack greift der Ayman zu.

Oh man da bin ich heilfroh. Stellen sie sich vor was passiert wäre ohne das grenzenlose Engagement vom A.A? Sie wären niemals in Sicherheit, würden immer in Angst leben dass Sie ermordet werden, also für den Fall das sie dem horizontalen Gewerbe nachgehen, was ich hier als nichts schlechtes darstellen möchte, da diese Damen schließlich Krankenversichert sind, demnach einen normalen Beruf be“treiben“(<-den konnte ich mir nicht verkneifen).

Hingerissen von der James Bond analogen Art wie A.A die Fragen rekonstruiert und sich mit Dingen auseinandersetzt die bisher nie in Betracht kamen, fühle ich mich saumäßig geborgen in den Händen des Vorabendprogramms, weil die Vorschau auf nächste Woche mir prophezeit dass er auch alle Vampire und Wolperdinger gefangen hat. Gelobt sei Sherlock Abdala

Der Schüttler

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Super ich hab nen neuen Job.

Völlig andere Richtung als bisher, wo ich immer sagte, ich könne alles, gar kein Problem. Und plötzlich lässt das Leben eine Chance an meine Türe klopfen, die ich erst mit, für mich ungewöhnlicher, Schüchternheit empfange. Erster Tag. Am Schreibtisch im Büro bin ich ganz groß, um nicht zu sagen riesig, bis dass Telefon klingelt. Oh je was soll ich denn jetzt machen?? Ich muss auf´s Klo, nein zum Einkaufen oder besser, zum Kopieren, nein am besten hab ich´s gar nicht gehört; genau ich hab´s gar nicht gehört. Ich tippe wie wild in meine Tastatur und verursache erstmal ein Buchstabenchaos auf dem Bildschirm, weil ich außer E-mails zu schreiben, dass vor hundert Jahren erlernte 10 Finger System, nie benutzen musste. Okay alles im Griff, bis- „Gehen sie mal bitte ans Telefon?“ Der Chef, shit ich bin ja dafür da um die Interessenten dieser Firma telefonisch zu vertreten. Zum Glück ist mein erster Anrufer auch gleich ein sehr hartnäckiger Kandidat und zwingt mich zu meiner Freude doch nach dem Hörer zu greifen. Ich melde mich erstmal nur mit meinem Namen um etwas Spannung in das Gespräch zu pfeffern. „bin ich hier richtig bei??“" Ähm, ja ich glaube schon kann ich ihnen helfen?"

Da sprudelt die Gegenseite los und zeigt mir das er das Werbewesen mit all seinen Fachkenntnissen und Begriffen völlig verinnerlicht hat, um mir aufzuzeigen dass ich nicht den Hauch einer Ahnung hab, von was er spricht. Nicht mal die Sprache ist mir wirklich klar. Jetzt brauch ich Hilfe, „Chef? Da ist irgendwer am Telefon, aus China glaub ich, soweit ich´s verstehen kann, der will irgendwas!" -Gelächter-" ja verbinden sie ihn rüber". Ok verbinden, klar mach ich. Wo verbindet man doch gleich? Um nicht weiter irgendeine Anleitung zu brauchen, weil ich ja alles ganz allein kann, drücke ich einfach mal alle Knöpfe am Telefon und schaffe es endlich,-----den Kunden aus der Leitung zu hauen.Gut dann hätte ich das auch hinter mir. Somit weis ich zumindest beim nächsten Anrufer wie die Firma heißt, für die ich arbeite.

So gehen die nächsten Tage dahin mit einigen kleinen Fehlern meinerseits, die ich versuche mit Sympathie zu kompensieren. Bis das erste Meeting ansteht. Meeting ist falsch es ist eine Ausgewachsene Präsentation. Mal wieder kein Problem, das mach ich schon Chef. Her mit dem Zeug ich knall denen das schon hin, sodass sie uns buchen müssen. Mit der Meinung, nur drei Leute von meinen Fachkenntnissen überzeugen zu müssen, schwebe ich, buisnesslike gekleidet, in diesen Raum. Ich lache genau bis die Türe sich öffnet. 15 Leute sind aber mehr als drei und vom Bürgermeister dieser Stadt war gar nie die Rede. Ich versuche also so lässig wie möglich nach vorne zu gleiten und hoffe auf einen kurzen Moment, damit ich, ähm ja weglaufen kann. Natürlich, muss ich gleich Anfangen.Keine Angst, sag ich mir selber, der Text, dass Produkt alles sitzt. „Sehr geehrte Damen und Herren“ Wow es hat funktioniert, ich hab es geschafft. Da ich den kompletten Text wahrscheinlich draußen vergessen hab, bin ich davon überzeugt das ich mit der Begrüßung den Teil meiner Aufgabe mit Bravur erledigt hab. Warum schauen die mich also alle jetzt so erwartungsvoll an?? Inklusive meinem Chef, der irgendwelche Fuchtelein veranstaltet in Richtung Leinwand. Ich schau also die Leinwand an, weil ich denke da steht vielleicht was interessantes. Stehen tut da nix, aber die Bilder kommen mir unheimlich bekannt vor. Oh nein da fällts mir ein, nein nicht der verloren gegangene Text, nur das wissen dass ich zu diesen Bildern mal einen Text hatte. Zwanghaft suche ich nach einem Loch in das ich rein fallen kann, das ich zwar nicht finde aber den Zettel mit dem Text drauf. Ah dann ist ja alles gut, ok entschuldigen, weiter machen. Die Aufregung ist weg nur der Typ hinter mir der mich permanent schüttelt sodass ich den Text gar nicht lesen kann nervt mich ein wenig. Jetzt schlägt der mir auch noch auf die Stimme, die dadurch flattert als ob ich aus dem Kundenchina kommen würde. Es ist endlich vorbei, ich entschuldige mich für den Zittertypen der mich an profesionalität gehindert hat und verlasse mit Atemnot den Raum.

Was ich gelernt hab?? Die Korrekte Meldung wenn dass Telefon klingelt, verbinden und die Tatsache dass ich meine Nervosität derzeit nur durch Aneignung dieses Fachgedönses ablegen kann. Ich bin jetzt seit 1monat hier und denke es in Zukunft immer besser machen zu können. Angst? Hab ich keine mehr, weil ich den Typ der immer hinter mir stand gefeuert hab.

 

Carla Kolumna

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